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Die Kerzenwippe

Anleitung

Durch die Anwendung des Hebelgesetzes kann mit einer Kerze als zweiarmigem Hebel eine Kippschwingung aufrechterhalten werden.

Aufbau und Durchführung:

Beginne damit, eine längere Kerze so zu präparieren, dass an beiden Enden der Docht sichtbar wird. Anschließend durchbohre die Kerze genau in der Mitte mit einer Stricknadel. Selbst wenn die Kerze nicht exakt in der Mitte durchbohrt wird, funktioniert die Schaukel nach einer gewissen Zeit. Platziere nun diese Konstruktion auf zwei Bechern oder Klötzen, sodass sie um die Stricknadel frei drehbar ist. Lege unter das Gesamtkonstrukt etwas Papier, um den Tisch vor tropfendem Wachs zu schützen, und zünde beide Seiten der Kerze an.

Erklärung:

Die Kerze fungiert als ein zweiarmiger Hebel, wobei die Stricknadel als Drehachse dient und die Länge der Hebelarme ständig variiert. Im Ausgangszustand ist die Kerze ausbalanciert, was bedeutet, dass sich ihr Schwerpunkt an der Drehachse in der Mitte der Kerze befindet. Wenn die Kerze kurzzeitig aus dieser Gleichgewichtslage gebracht wird, schmilzt die Flamme auf der tieferliegenden Seite mehr Wachs ab als auf der höherliegenden Seite. Folglich brennt oder tropft auf dieser Seite der Kerze im gleichen Zeitraum mehr Wachs ab als auf der anderen Seite. Dies führt dazu, dass sich der Schwerpunkt der Kerze von der Drehachse in Richtung des höher liegenden Endes der Kerze verschiebt. Es entsteht ein Drehmoment, das dazu führt, dass das obere Ende der Kerze nach unten sinkt. Nun brennt oder tropft von dieser Seite das Wachs schneller ab. Der Schwerpunkt der Kerze ändert erneut seine Lage, was dazu führt, dass die Kerze zu wippen beginnt.

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